
Mit den eigenen Kindern in die Ferien zu fahren ist für viele junge Familien ein sehnlicher Wunsch. Ob nach Kroatien zum Campen oder in den hohen Norden zu einer Städtetour – die Erinnerung an den ersten gemeinsamen Urlaub ist immer eine bleibende. Damit diese nicht durch leicht zu verhindernde Strapazen getrübt wird, braucht man nur einige Dinge beachten.

Sicherheit ist das oberste Gebot
In Österreich sterben jährlich mehr als 40 Kinder im Straßenverkehr. Die Hälfte davon als Mitfahrer in Pkws und aufgrund von mangelhafter Sicherung. Dabei sollte bei einer Reise mit den Kindern die Sicherheit an oberster Stelle stehen. Das Gesetz schreibt hierzulande die Sicherung von Kindern unter 14 Jahren bis zu einer Größe von 150 cm mit Rückhalteeinrichtung (Kindersitz), ab einer Größe von 150 cm mit Sicherheitsgurt vor. Ein Verstoß gegen die Bestimmungen stellt ein Vormerkdelikt dar, der Strafrahmen geht bis zu 5.000 Euro. Kindersitze sind in Österreich seit 1. 1. 2007 nur mit der Normbezeichnung ECE Nr. 44 in der Version 03 zugelassen. In Autos ohne Sicherheitsgurte darf der Nachwuchs nicht auf den Vordersitzen befördert werden. Kinder unter drei Jahren ohne Kindersitz zu transportieren ist verboten.


Der Kauf als Sicherheitsfaktor
Beim Kauf eines Gschroppensessels lassen Sie sich nicht vorschnell abfertigen. Nehmen Sie sich Zeit und achten Sie auf die Normbezeichnung, auf die einfache Bedienbarkeit und auch auf die Bequemlichkeit. Nehmen Sie zudem Ihren Spross bei der Entscheidungsfindung mit ins Team – so kommen Sie sehr schnell dahinter, ob sich das Kleine wohl fühlt oder nicht. Achten Sie vor allem auch darauf, dass nicht jeder Sitz für jedes Auto geeignet ist. Machen Sie womöglich gleich einen Einbautest im eigenen Wagen. Der seriöse Verkäufer wird Ihnen dabei sicher gern zur Hand gehen. Es gibt die unterschiedlichsten Modelle entsprechend den Gewichts- und Altersklassen aber auch in Preis und Qualität – Sicherheit muss bei der Wahl erstes Kriterium bleiben. Und sollten die Kinder noch nicht geboren sein, gilt auch hier: Die richtige Verwendung des Sicherheitsgurtes schützt das Leben der Schwangeren als auch des Ungeborenen. Haben Sie eine längere Reise vor, ziehen Sie Ihren Arzt zurate. Ein Punkt noch zur Sicherheit: So selbstverständlich es auch klingt, aber lassen Sie Ihre Kinder nie unbeaufsichtigt im Auto zurück.


Der Beifahrer gibt den Entertainer
Kinder sind schon etwas Besonderes: sie benötigen nicht nur einen eigenen Sitz, sie verlangen auch nach Unterhaltung. Da die Kleinen schnell von einer eintönigen Autofahrt gelangweilt sind, ist ein guter Entertainer am Beifahrersitz Gold wert. Psychologen raten dazu, mit den Kindern schon am Vortag abzusprechen, was sie gerne spielen wollen, und dementsprechend eine Spielzeugtasche vorzubereiten. Die Lieblingsdecke, der Lieblingsbär, die Lieblingspuppe usw. sollten darin Platz finden, jedoch keine spitzen oder scharfkantigen Gegenstände. Doch Unterhaltung muss nicht immer von materiellen Dingen abhängen. Mit fantasievollen Rätseln, lustigen Wortketten-Spielen, „Ich seh, ich seh, was du nicht siehst“, spannenden Märchenerzählungen, dem Singen von Liedern usw. können Sie bei Ihrem kleinwüchsigen Publikum genauso punkten. Oder lesen Sie aus einem Buch vor – sofern Sie nicht unter Reiseübelkeit leiden. Herumturnen im Auto ist jedenfalls strengstens verboten. Sollten die Kleinen wider Erwarten dennoch unruhig werden, legen Sie zusätzliche Pausen ein. Kinder haben erheblich mehr Bewegungsdrang als Erwachsene. Genügend Windeln mitzuhaben, versteht sich von selbst, planen Sie jedoch beim Packen einen Platz zum Wechseln derselben ein. Genügend Pausen, leichte Kost wie Obst und Gemüse in mundgerechten Stücken vorbereitet, ausreichend Flüssigkeit, Ausgeruhtheit und gute Laune sind in Wahrheit schon verlässliche Garanten für einen entspannten Antritt in den wohl verdienten Urlaub.