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Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einem Flugzeug, draußen ist tiefe Nacht. Es ist ein Langstreckenflug, noch sieben Stunden bis zur Landung. Sie sind gerade am Einschlafen. Ihre Augen fallen langsam zu, das Geräusch der Turbinen entschwindet der Aufmerksamkeit, der Schlaf stellt sich endlich ein. Plötzlich beginnt neben Ihnen ein Kind zu plärren und zu quengeln. Und: es ist Ihr eigenes Kind. Sie verzweifeln, der Rest der Passagiere ist verärgert, Ihr und der Schlaf der anderen ist dahin. – Um derartige Situationen zu vermeiden, haben wir für Sie einige Tipps zusammengestellt, die das Reisen mit Kindern erleichtern helfen sollen. 


Mit dem Buggy direkt zum Flieger

Ein gesundes Baby mit einem Monat kann bedenkenlos auf einen Flug mitgenommen werden. In diesem Alter haben die Kleinen noch keinen ausgeprägten Bewegungsdrang. Bei guter Verpflegung (Flascherl im Handgepäck, Säugen) machen die Allerkleinsten im Allgemeinen einen Flug recht tapfer mit. Bei rechtzeitiger Reservierung stellen die meisten Fluglinien in der ersten Reihe Mutter-Kind-Sitzplätze zur Verfügung. Erkundigen Sie sich auch nach Babybettchen, die in der Frontreihe aufgehängt werden können. Kommt das Kleine im Buggy mit, können Sie diesen bis zum Flugzeug mitnehmen – beim Einstieg wird er vom Personal verstaut und Sie haben ihn beim nächsten Zwischenstopp wieder zur Hand. Das ist vor allem bei langen Wartezeiten zwischen den Flügen hilfreich, auch bei „älteren Kalibern“. Denn richtig anstrengend kann ein Flug laut Erfahrungsberichten für Ein- bis Dreijährige werden. In diesem Alter haben die Kleinsten nämlich kaum Verständnis für lang andauernde Stillhalteabkommen. – Bei Reservierung empfiehlt es sich, nicht gleich als Erster an Bord zu gehen. Gestatten Sie Ihrem Kind so lange wie möglich Auslauf und Bewegung. Sollten während des Fluges Turbulenzen auftreten, nehmen Sie Ihr Kind auf den Schoß und halten Sie es fest. Folgen Sie hier auch den Anweisungen der Flugbegleiter.

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Flug ohne Druck

Grundsätzlich ist zu beachten, dass die Nasennebenhöhlen von Kindern noch nicht so entwickelt sind wie bei Erwachsenen. Sie reagieren deshalb auch empfindlicher auf Druckveränderungen. Bei Start und bei Landung gleicht man den Druck am besten durch Kauen und Schlucken aus. Babys ist mit Stillen oder mit dem Nuckeln am Fläschchen geholfen, den Größeren gibt man den Schnuller oder, wenn sie schon alt genug sind, einen Kaugummi. Sollte Ihr Nachwuchs vor Antritt der Reise über Ohrenschmerzen klagen, konsultieren Sie Ihren Arzt. – Die Vorstellung, dass Ihr Kind während des gesamten Fluges friedlich schläft, wird sich bald als Illusion erweisen. Manche Eltern schwören deshalb auf beruhigende Medikamente, ziehen Sie jedoch dazu unbedingt den Rat Ihres Kinderarztes bei. Doch einige Grundregeln eingehalten, geht es bestimmt auch ohne Pillen.

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Wie die Zeit spielend vergeht

Bereiten Sie Kinder ab etwa zwei Jahren behutsam auf den Flug vor, damit diese von der räumlichen Enge und der langen Flugdauer nicht überrascht werden. Für den technisch interessierten Nachwuchs empfiehlt es sich, diverses Anschauungsmaterial oder Erklärungen parat zu haben. Neugierige Zwerge dürfen auch schon mal in die Kabine des Kapitäns vordringen. Sorgen Sie auf jeden Fall für genügend Flüssigkeitsvorrat im Handgepäck, die klimatisierte Luft ist besonders trocken. Tee, Saft oder Wasser sind ideal als Durstlöscher, vermeiden sollten Sie kohlensäure- oder koffeinhaltige Getränke. Wasser für das Fläschchen bekommen Sie an Bord. Vorsicht bei Babynahrung im Glas, diese kann im Flugzeug nicht erwärmt werden. Speziell für den Nachwuchs zubereitete Menüs müssen zumeist vorbestellt werden. Kinderappetit richtet sich jedoch nicht nach den Essenszeiten im Flieger. Daher wirken Knabbereien oder Süßigkeiten im Handgepäck manchmal Wunder, u. a. gegen aufkommende Fadesse. Wenn allerdings auch das nichts mehr hilft, sollte man für Unterhaltung gerüstet sein. Lassen Sie Ihre Schützlinge deren Handgepäck selbst packen. Damit haben ist das Lieblingsspielzeug mit Sicherheit dabei. Zudem stellen die meisten Fluggesellschaften ein Spielepaket bereit. Es schadet jedoch in keinem Fall, für Überraschungen zu sorgen. Einfache Spiele (Vorsicht: keine spitzen, scharfkantigen oder sperrigen Gegenstände), das Vorlesen von Märchen, Lieblings- oder neue Bilderbücher, Kassetten oder CDs mit Märchen oder Musik helfen den kleinen Reisenden über die Flugzeit hinweg. Mit ein wenig Fantasie gibt es mannigfaltige Möglichkeiten, Kinder dauerhaft zu beschäftigen. Zuletzt wäre noch die Kleidung zu erwähnen: mehrere Schichten erleichtern die Anpassung an die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen – und helfen, eine kräftige Erkältung schon zu Beginn der Reise zu verhindern.

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